<Inhalt>
- Kapitel 1 — Was ist Ame-kaji?
- Kapitel 2 — Die Eroberung des Westens und die Geburt der Jeans
- Kapitel 3 — Die goldene Ära der Workwear
- Kapitel 4 — Die Entstehung der Military-Wear
- Kapitel 5 — Film, Musik und Jugendkultur
- Kapitel 6 — Ivy, Preppy und Hippie
- Kapitel 7 — GHQ und der Einfluss amerikanischer Kultur
- Kapitel 8 — VAN und der Ivy-Boom
- Kapitel 9 — Shibu-kaji und der Vintage-Boom
- Kapitel 10 — Ame-kaji-Kultur durch Magazine
- Kapitel 11 — Denim aus Okayama und Kojima
- Kapitel 12 — Die Entstehung der Repro-Marken
- Kapitel 13 — Die Philosophie japanischer Ame-kaji-Marken
- Kapitel 14 — Made in Japan, weltweit anerkannt
Die goldene Ära der Workwear — Teil 1
Ame-kaji lässt sich ohne Workwear kaum verstehen: Kleidung für Arbeiter, die robust, funktional und für harte Arbeitstage geeignet sein musste.
Der Bürgerkrieg und ein Land im Wandel
Nach dem amerikanischen Bürgerkrieg beschleunigten sich Industrialisierung und territoriale Expansion der USA. Fabriken, Städte und große Infrastrukturprojekte veränderten das Leben von Millionen Menschen.
Industrialisierung und neue Arbeitskleidung
Mit mehr Beschäftigten in Fabriken, Werkstätten und auf Baustellen musste Kleidung neuen Anforderungen gerecht werden. Robuste Stoffe, praktische Taschen, verstärkte Nähte und bewegungsfreundliche Schnitte wurden unverzichtbar.
Die Eisenbahn schuf neue Bedürfnisse
Bau und Ausbau des Eisenbahnnetzes verlangten Kleidung, die Schmutz, Reibung und körperliche Arbeit aushielt. Overalls, Work Jackets und robuste Hosen wurden zu Werkzeugen, die fast so wichtig waren wie viele Arbeitsgeräte selbst.
Nicht nur Lokomotiven brachten Amerika voran
Hinter dem Wachstum des Landes standen Menschen, die Gleise bauten, Material verluden, Maschinen reparierten und Infrastruktur am Laufen hielten. Ihre aus Notwendigkeit entwickelte Kleidung wurde später zu einer der wichtigsten Wurzeln jener Workwear, die wir heute im Ame-kaji bewundern.
Im zweiten Teil sehen wir uns an, wie die Arbeitsbedingungen von Bergleuten, Forstarbeitern und Farmern noch spezialisiertere Kleidungsstücke hervorbrachten.

